Nobelpreis für Medizin 2015

William C. Campbell (Irland), Satoshi Ömura (Japan) und Youyou Tu (China) sind für ihre erfolgreichen Arbeiten über Parasiten ausgezeichnet worden. Dadurch können Therapien gegen die Krankheiten entwickelt werden und weltweit Leben retten.

William C. Campbell (85) und Satoshi Ömura (80) erhielten den Preis für ihre Entdeckungen und Entwicklungen einer neuen Therapie gegen Fadenwürmer. Beide gemeinsam erhalten den Preis zur Hälfte. Campbell forscht an der Drew University, Madison, New Jersey, U.S.A.; Ömura forscht in Tokyo, Japan, an der Kitasato Universität.

Youyou Tu (85) erhält die andere Preishälfte für eine neuartige Therapie gegen Malaria. Sie forscht an der Chinesischen Akademie für Traditionelle Chinesische Medizin, Peking, China.

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Nobelpreis für Physik 2015

Takaaki Kajita (Japan) und Arthur Bruce McDonald (Kanada) forschten über Neutrinos und zeigten, dass Neutrinos eine Masse haben.

Takaaki Kajita (56) arbeitete am japanischen Kamiokande und später auch am Nachfolgeexperiment Super-Kamiokande. Heute ist er Direktor des Kavli Institute for Physics and Mathematics of the Universe in Tokio sowie Direktor des Institute for Cosmic Ray Research (ICRR).

Arthur B. McDonald (72) ist Direktor des Sudbury Neutrino Observatory Institute (SNO), Ontario, und hat einen Lehrstuhl für Teilchenastrophysik inne.

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Nobelpreis für Chemie 2015

Thomas Robert Lindahl (Schweden), Paul Lawrence Modrich (U.S.A.) und Aziz Sancar (Türkei/U.S.A.) forschten über die DNA-Reparatur.

Der 77-jährige Thomas R. Lindahl arbeitete in Stockholm, New Jersey, New York City, Göteborg und London. Seine Forschungsaufgabe bestand in der Suche nach einer Ursache für eine instabile Desoxyribonukleinsäure (DNA), ein in allen Lebewesen vorkommendes Biomolekül und Träger der Erbinformation. Lindahl entdeckte die Instabilität in einem DNA-Reparaturmechanismus: Zellen können Veränderungen in ihrer DNA-Struktur reparieren.

Der 69-jährige Paul L. Modrich fand die molekularen Mechanismen der DNA-Reparatur bei Zellteilung.
Der 69-jährige Aziz Sancar ist Genetiker, der seit 1973 in den U.S.A. lebt und eine Professur für Biochemie und Biophysik inne hat. Sein Forschungsschwerpunkt ist ebenfalls die DNA-Reparatur.

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Nobelpreis für Literatur 2015

Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch lebt in Minsk (Weißrußland) und schreibt in russischer Sprache. Von Beruf her ist sie Journalistin, die für verschiedene Zeitungen arbeitete.

Swetlana A. Alexijewitsch vollendete ihr erstes Buch, "Der Krieg hat kein weibliches Gesicht" im Jahr 1983. Es schildert Schicksale sowjetischer Soldatinnen im Zweiten Weltkrieg, ihre Erlebnisse kamen in der offiziellen sowjetischen Kriegsgeschichte nicht vor. Die von Alexijewitsch darin verarbeiteten Tonbandprotokolle sind Collagen ähnlich. Sie bildeten auch Grundlagen eines gleichnamigen, mehrteiligen Dokumentarfilms.

Swetlana Alexijewitsch (67) entwickelte eine eigene engagierte Art der Dokumentenprosa. Ihr literarisches Interesse führte zu Publikationen wie "Zinkjungen. Afghanistan und die Folgen" und "Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft" oder "Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus".

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Nobelpreis für Frieden 2015

Quartet du dialogue national ist eine politische Plattform in Tunesien, die die Demokratisierung des Landes fördert. In diesem Quartet schlossen sich Gewerkschafter, Wirtschaftsverbände, Menschenrechtsorganisationen und Rechtsanwälte zusammen.



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Nobelpreis für Wirtschaft 2015

Angus Deaton (Großbritannien) analysierte den Verbrauch, die Armut und Wohlfahrt und erkannte innere Zusammenhänge: Er schätzte die Nachfrage für verschiedene Güter ab; er untersuchte den Zusammenhang zwischen Konsum und Einkommen; später maß er den Lebensstandard und die Armut in Entwicklungsländern mittels Haushaltsbefragungen. Um die Wirtschaft zu entwickeln bedarf es eines Verständnis individuellen Verhaltens, dieser Erforschung widmete sich Deaton.

Heutzutage lehrt Deaton (70) an der Princeton University, Princeton, New Jersey, U.S.A.,

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