ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN
für individuelle Reisen

EURAM REISEN MARISELA DE GUND, Grombacher Str. 18, 75045 Walzbachtal, Tel. 07203-925182, euramreisen@email.de


1. Abschluß des Reisevertrages
Der Abschluss des Reisevertrages kommt durch schriftliche, mündliche oder fernmündliche Anmeldung seitens des Reisenden und eine entsprechende schriftliche Reisebestätigung des Reiseveranstalters zustande. Der Reisevertrag kommt zustande, wenn der Reiseveranstalter die Reisebestätigung abgesandt hat.

Mit der Reiseanmeldung werden diese Reisebedingungen durch den Anmelder - auch für alle von ihm mitangemeldeten Personen - anerkannt. Der Anmelder und die von ihm angemeldeten Personen haften dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner.

2. Bezahlung des Reisepreises
Der vereinbarte Reisepreis ist gegen Rechnung etwa vier Wochen vor Reisebeginn zu zahlen. Flüge, Schiffspassagen oder Hotels - auch im Reisepaket beinhaltete - müssen teilweise direkt nach Buchung bezahlt werden. In diesem Falle kann der Veranstalter bereits vor dieser Frist eine separate Rechnung ausstellen und die Bezahlung (auch ohne direkte Aushändigung der Dokumente bzw. Buchungsbestätigung) verlangen. Nicht vollständig oder rechtzeitig erfolgte Zahlung des Reisepreises kann die Leistungsverweigerung des Veranstalters nach sich ziehen. Diese wirkt wie ein Rücktritt von der Reiseanmeldung seitens des Kunden und gibt dem Veranstalter Anspruch auf Entschädigung (siehe § 5).

3. Leistungen
Die vertraglichen Leistungen richten sich nach der Leistungsbeschreibung des Reiseveranstalters sowie der Reiseunterlagen. Nebenabreden, insbesondere Vereinbarungen und Zusatzwünsche des Reisenden, müssen in die Reiseanmeldung und -bestätigung aufgenommen werden.

Der Reiseveranstalter übernimmt keine Gewähr für die Verbindlichkeit von Prospekten und anderen der Information dienenden Unterlagen.

4. Leistungs- und Preisänderungen
Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen von den vertraglichen Vereinbarungen sind nur zulässig, wenn sie nach Vertragsabschluss erforderlich werden, vom Reiseveranstalter nicht treuwidrig herbeigeführt wurden und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.

Der Reiseveranstalter kann nach Vertragsabschluss Preiserhöhungen bis zu 10% des Reisepreises vornehmen, wenn sich die Preise der Leistungsträger nach Vertragsabschluss nachweisbar und unvorhersehbar erhöht haben bzw. aufgrund von behördlich genehmigten Wechselkurs-, Steuer- oder Gebührenänderungen. Bei Preiserhöhungen von mehr als 10% des Gesamtreisepreises kann der Reisende kostenlos zurücktreten.

Fordert der Reisende nach Vertragsabschluss Änderungen oder Umbuchungen, so kann der Reiseveranstalter ein Bearbeitungsentgelt von € 50,00 verlangen, soweit er nicht eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen bestimmt, bzw. der Vorteile, die dieser aus einer anderwertigen Verwertung der Reiseleistung erlangt.

5. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchung, Ersatzperson
Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn durch schriftliche Erklärung vom Reisevertrag zurücktreten. Massgebend ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter. Der Reiseveranstalter und die Leistungsträger haben Anspruch auf Entschädigung, die der Reisende zu leisten verpflichtet ist, und die beträgt: Abweichende Entschädigungsstaffeln der Leistungsträger werden dem Reisenden separat übermittelt.

Bei der Stornierung einer oder mehrerer Anmeldungen aus einer Gruppenbuchung können den verbleibenden Teilnehmern durch Einzelzimmer-Zuschläge weitere Mehrkosten entstehen.

Umbuchungen bis zum 30.Tag vor Reisebeginn ziehen eine Bearbeitungsgebühr von € 50,00 nach sich. Spätere Umbuchungen sind grundsätzlich nur durch Rücktritt vom Reisevertrag mit nachfolgender Neuanmeldung unter Fälligkeit der Reiserücktrittskosten möglich. Bis zum Reisebeginn kann der Reisende eine geeignete Ersatzperson nennen, die der Reiseveranstalter ablehnen kann, wenn gesetzliche Vorschriften - auch solche des Ziellandes - entgegenstehen oder die Ersatzperson den besonderen Erfordernissen in Bezug auf die Reise nicht genügt. Die Bearbeitungsgebühr von € 50,00 bzw. die nachweislich höheren Kosten gehen zu Lasten des ursprünglichen Reisenden.

6. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter
Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen die Reise kündigen: Wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für den Reiseveranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil die ihm im Falle der Durchführung entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würden.

Wenn die Durchführung der Reise trotz einer entsprechenden Abmahnung durch den Reiseveranstalter oder dessen Vertreter (Reiseleiter) vom Reisenden nachhaltig gestört wird bzw. sich der Reisende vertragswidrig verhält. Der Veranstalter behält den Anspruch auf den Reisepreis. Mögliche Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der von der Weiterreise ausgeschlossene Reisende. Der Veranstalter wird sich den Wert ersparter Aufwendungen anrechnen lassen.

7. Aussergewöhnliche Umstände
Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbarer Einwirkungen (höhere Gewalt, Krieg, Streik, Naturkatastrophen; Verhinderung des Reiseleiters ohne Möglichkeit einer Ersatzbeschaffung) erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, kann sowohl der Reisende als auch der Reiseveranstalter den Reisevertrag kündigen. Der Veranstalter erstattet in diesem Falle dem Reisenden die geleisteten Zahlungen, kann jedoch für die erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen angemessene Entschädigung verlangen. Der Reiseveranstalter verpflichtet sich, den Reisenden, falls dies vertraglich vereinbart ist, zurückzubefördern. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung gehen zu Lasten des Reisenden.

8. Haftung und Haftungsbeschränkung des Reiseveranstalters
Der Reiseveranstalter haftet für die gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der Reise, die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger, die Richtigkeit der Leistungsbeschreibung und die ordnungsgemässe Erbringung der Reiseleistungen gemäss den gesetzlichen Bestimmungen des Reisevertragsgesetzes. Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters ist insgesamt auf die Höhe des dreifachen Reisepreises, maximal € 3.000,00, beschränkt, soweit ein Schaden für den Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein infolge des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

9. Gewährleistung und Mitwirkungspflicht des Reisenden
Für die Gewährleistung gelten die Vorschriften des Reisevertragsgesetzes. Wird die Reise nicht vertragsmässig erbracht, kann der Reisende Abhilfe verlangen. Eine Minderung des Reisepreises gemäss §651 BGB ist nur dann zulässig, wenn auf das Abhilfeverlangen gemäss §651c BGB vom Reiseveranstalter keine Abhilfe in angemessener Frist geschaffen wurde. Bei Leistungsstörung ist der Reisende in zumutbarem Rahmen verpflichtet, zur Behebung der Störung beizutragen und eventuell entstehenden Schaden gering zu halten oder ganz zu vermeiden sowie seine Beanstandungen unverzüglich dem Reiseleiter oder dem örtlichen Vertreter mitzuteilen.

10. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Schadensersatzansprüche sind vom Reisenden innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise schriftlich gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen. Diese reisevertraglichen Ansprüche - gleich aus welchem Rechtsgrund - verjähren 6 Monate nach dem vertraglich vereinbarten Ende der Reise. Die Verjährung ist bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Reiseveranstalter die vom Reisenden geltend gemachten Ansprüche schriftlich zurückweist. Ansprüche auf Schadensersatz wegen Körperverletzung oder Tötung verjähren 3 Jahre nach Beendigung der Reise. Tritt ein Reisebüro als Vermittler beim Abschluss des Reisevertages auf, so ist es nicht befugt, nach Reiseende die Anmeldung von Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen entgegenzunehmen.

11. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen - und Gesundheitsvorschriften
Der Reisende ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, dass für seine Person die zur Durchführung der Reise erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die gesetzlichen Bestimmungen beachtet werden. Der Reiseveranstalter hat den Reisenden zu informieren, soweit ihm einschlägige Vorschriften bekannt sind. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweiligen diplomatischen Vertretungen, wenn er vom Reisenden mit der Besorgung beauftragt wurde. Sollten Einreisevorschriften einzelner Länder vom Reisenden nicht eingehalten werden oder sollte ein Visum durch sein Verschulden nicht oder nicht rechtzeitig erteilt werden, so dass er die Reise nicht antreten kann, gelten die Entschädigungsansprüche des Veranstalters wie beim Rücktritt (siehe § 5). Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen beeinträchtigt den Reisevertrag nicht generell. Das gleiche gilt für die vorliegenden Reisebedingungen.