Astro-Trotter 7, Juli 2000, ISSN 1615-7435


Die Wege der Sonne - Mexiko

Astronomiegeschichtlich besehen zählt Mexiko zu den Ländern der Sonnenstaaten, die sich in historischer Zeit entlang des Äquators bzw. nördlich und südlich davon herausbildeten. Mexikos Bauten ziehen noch heute den Menschen in den Bann. Faszinierend ist, die Entwicklung von Kultur-Astronomie nachzuvollziehen.

Astronomie - die kulturelle Herausforderung in Mexiko

Diese Astronomie Studienreise führt nach Mexiko zu den Wiegen der Archäoastronomie. Die Stätten der Azteken sowie der Maya auf der Halbinsel Yukatan bilden den Reiseschwerpunkt. Der Sonnenschein-Schatten-Wurf in Form einer "Schlange" am Kukulcan-Tempel zur Tag-Nacht-Gleiche wird einer von vielen Höhepunkten der Reise sein.

In Mexiko-Stadt beginnt die Reise. Der Platz der drei Kulturen ist quasi Programm für die folgenden zwei Wochen: Wechsel zwischen vorspanischer, spanischer und gegenwärtiger mexikanischer Kultur. Fahrten in die Umgebung zu Pyramiden mit den Mond-, Sonnen- und Quetzalcoatlstätten von Teotihuacan, zum Höhlenobservatorium von Xochicalco, nach Malinalco zum archäologischen Komplex mit dem Solstitialtempel stehen auf dem Programm.

Astronomie zwischen Moderne und Vergangenheit

Auf der Straße der Vulkane geht es am Popocatapetl und Ixtaccihuatl vorbei nach Puebla u.a. zum modernen astrophysikalischen Observatorium Tonanzintla.

In Oaxaca steht die archäologische Stätte Monte Alban mit astronomisch ausgerichteten Bauten und einem Tempel zur Bestimmung der Zenitalpassage der Sonne. Das Anthropologische Museum im Stadtzentrum zeigt den Monte Alban Grabschatz.

über Tule, Mitla (Mixteken-Kultur), Tehuantepec, Palenque und Campeche wird Yukatan erreicht: Die frühen Maya-Stätten Kabah und Uxmal; in Chichen Itza Beobachtung des Licht- und Schattenreflexes an der Kukulcan-Pyramide bei Sonnenaufgang am äquinoktialtag und Besichtigung des historischen Observatoriums Caracol. Reisetermin: März 2001.

Reiseforum 2000 Astronomie Studienreisen - Reisen mit Ideen
Eckehard Schmidt